Ein Tag in Bad Oexen
Tanja S.
Unser Tag beginnt um ca. 7:15 Uhr. Nach dem Waschen, Anziehen usw. gehen wir in den schönen geräumigen Speisesaal. Dort ist schon alles für ein herrliches Frühstück bereitgestellt. Es gibt Getränke jeder Art: Kaffee, Tee, Milch, Kakao… , eine große Auswahl an Brot und Brötchen sowie viele verschiedene Brotaufstriche z.B. Honig, Marmelade, Streichkäse. Auch eine große Auswahl an Wurst- und Käsesorten ist vorhanden, sowie Joghurt, Müsli, Obst.
Nach dem Frühstück geht es zum Reiten (Hippotherapie). Mein Liebling Amigo steht schon für mich bereit. Nach kurzer Begrüßung, hoch in den Sattel und auf geht’s. Nach einer viel zu kurzen halben Stunde geht es die Pferderutsche hinunter zum festen Boden. Dann eine schnelle, aber herzliche Verabschiedung, denn die nächsten Passagiere für Amigo stehen schon in den Startlöchern.
Jetzt erst einmal zurück in unser gemütliches Zimmer und in Jogginghose und T-Shirt geschlüpft. Nun geht’s zum Pavillon, in dem sich die Krankengymnastikräume befinden. Susanne erwartet mich bereits. Jetzt wird erst mal ein Frosch nachgeahmt. Dann finde ich mich auf einem Rollbrett wieder, wie es die Automechaniker benutzen und fahre vorwärtsziehend mit den Händen die verteilten Hütchen ein (Krankengymnastik). Susanne ist natürlich schneller. Auch hier geht die halbe Stunde viel zu schnell vorbei, aber ich muss ja auch schon wieder zum nächsten Termin.
etzt steh ich ganz schön unter Strom, im wahrsten Sinne des Wortes (Elektrotherapie), wenn es heißt still sitzen und Buch lesen (wenn ich’s nicht vergessen habe). Nach 20 Minuten geht es endlich zum wohlverdienten Mittagessen. Serviert wird je nach Belieben, denn immer am Wochenanfang hat man die Qual der Wahl, zwischen drei Gerichten zu wählen, und sollte wirklich mal gar nichts davon schmecken, kann man auch noch in der Küche einen Extrawunsch äußern. Wenn möglich, wird dieser erfüllt.
Eine Stunde Pause bleibt bis zum Kleisterbild.
13:00 Uhr zu Sabine. Altes Hemd an, Kleister raus und auf geht’s. Kleister mit der flachen Hand gleichmäßig auf dem Papier verteilen, Farbe drauf, Gabel gezückt und ans Werk gemacht. Es entsteht ein schönes Muster auf dem Blatt (Ergotherapie). Meine Lieblingsfarben wie immer: blau und gelb. Schon wieder heißt es Abschied nehmen, denn die halbe Stunde ist auch hier schon wieder vorbei.
Endlich haben meine Mutter und ich Freizeit. Nun bieten sich uns verschiedene Möglichkeiten. Wir können mit dem Bus nach Bad Oyenhausen fahren oder auch in das nahegelegene Minden. Dort können wir so richtig schön bummeln und uns ein Eis genehmigen nach diesem langen, anstrengenden, aber sehr schönen Tag. Auch das große Einkaufszentrum Werre-Park liegt nicht fern und ist mit dem Bus zu erreichen. Dort lässt es sich auch bei Regen aushalten. Doch nicht zu vergessen: Am naheliegendsten ist natürlich der schöne große Kurpark, der direkt an das Kinderhaus angrenzt. Hier lässt es sich sehr gut aushalten. Man kann entspannen, ein Buch lesen, einfach nur dasitzen und den Enten zusehen… Doch auch für den, der sich noch sportlich betätigen will, ist gesorgt: Minigolfanlage, großer Abenteuerspielplatz und Tischtennisplatten laden ebenfalls zum Spielen ein sowie das hauseigene Schwimmbecken. Fahrräder, die zur Vermietung bereitstehen, versprechen eine schöne Radtour.
Auch für kreative Menschen ist gesorgt. Es wird unter anderem Seidenmalen, Walldorfpuppen basteln, T-Shirts bemalen und vieles mehr am Nachmittag oder Abend angeboten. Auch für diejenigen, die ohne Auto angereist sind, gibt es genügend verschiedene Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten. Es werden auch von der Klinik organisierte Ausflugsfahrten angeboten.
Um 18:00 Uhr gehen wir zum Abendessen, das wiederum sehr ansprechend gestaltet ist. Es gibt eine sehr große Auswahl an verschiedenen Brot-, Wurst-, Käse-, und Salatsorten sowie verschiedene Säfte und Tees, die zu jedem Essen bereitstehen. Zweimal in der Woche gibt es warmes Abendessen. Zum Abschluss des Tages gehen wir noch eine Runde im Park spazieren und füttern die Ziegen, Schafe und Enten. Schon ist wieder einer unserer schönen Tage in der Kurklinik viel zu schnell vorbeigegangen.

